android kindersicher

Android kindersicher machen

Ihr wollt euer Android Smartphone oder Tablet gerne eurem Kind überlassen, ohne gleich Herzdrücken zu bekommen? Dann solltet ihr einige Einstellungen vornehmen, um Android kindersicher zu machen. Die Thematik ist aber auch interessant, wenn die Jüngsten dann endlich ihr eigenes Android-Gerät als „Daily Driver“ haben wollen…

Hier nun für euch eine kleine Schritt-für-Schritt Anleitung und Download-Tipps, damit ihr die Jüngsten unbesorgt an die Technik lassen könnt!

Kindersichere Android-Einstellungen

Zuerst ein paar Einstellungen, die ihr direkt am Gerät selbst vornehmen könnt. Seit Android 5 lassen sich verschiedene Nutzer-Konten anlegen – in unserem Fall benötigen wir ein eingeschränktes Profil. Je nach Android-Version kann dies bei euch unterschiedlich aussehen, nutzt im Zweifelsfall notfalls die Suchfunktion in den Einstellungen. Normalerweise findet ihr die Option hier:

Einstellungen > Nutzer > Eingeschränktes Profil

Hier könnt ihr nun einen neuen Nutzer anlegen (in dem Fall euer Kind) und dort die Apps genau freigeben, die es nutzen darf. Und eben welche nicht. Leider werden hier nicht alle installierten Apps gelistet…

Wer zufällig ein Samsung Galaxy S7 (oder ähnliche) nutzt, sucht hier vergeblich – Samsung hat diese Funktion nämlich nicht bei seiner eigenen Android-Version implementiert. Allerdings gibt es unter „Galaxy Apps“ die hauseigene Kindermodus-App [PlayStore].

Kindermodus
Kindermodus
Preis: Kostenlos

 

Android kindersicher mit Apps

Es gibt aber auch die Möglichkeit, das Android-Gerät mit speziellen Kinder-Apps zu sichern. Diese startet man einfach und kann danach das Gerät dem Kind in die Hand geben, ohne sich Sorgen machen zu müssen. Die Apps beschränken / regeln ebenfalls den Zugriff und lassen sich nur mit Passwort beenden.

 

Kids Place

Diese App ist quasi ein Launcher und wird parallel zu eurem Android-Launcher ausgeführt. Über ein komfortables deutsches Menü kann man die Apps auf einem eigenen Start-Bildschirm festlegen, welche das Kind starten darf. Hier lässt sich auch jeweils festlegen, ob die App dann eine Internet-Verbindung aufbauen kann – was wiederum das Ausführen von InAppKäufen verhindert.

Gut gelöst ist das Zeit-Management, über das man ein tägliches Zeitlimit einstellen kann. Wer es ganz genau nimmt, kann sogar Zeiten einstellen, in der das Gerät genutzt werden kann – ideal für größere Kinder, die ihr eigenes Smartphone oder Tablet auch so nutzen.

Wenn die Kids hier im Internet surfen, kann man zum Beispiel eine Liste mit erlaubten Seiten anlegen und so gut reglementieren, was angesurft wird und was nicht.

Die App ist kostenlos ladbar, möchte aber leider recht viele Rechte eingeräumt haben. Auch bei der anfänglichen Abfrage von Nutzungsdaten sollte man lieber alles abwählen und ganz abbrechen. Werbung oder nötige InAppKäufe konnte ich bisher nicht feststellen.

Insgesamt macht Kids Place einen sehr guten und vor allem durchdachten Eindruck. Durch die Optionsvielfalt eignet sie sich für die gelegentliche Nutzung von den Jüngsten auf dem elterlichen Telefon, um zu versehentliches Umschalten zu vermeiden. Aber genauso gut für das Android-Gerät von Kindern, die es täglich nutzen. Und es bietet mehr Möglichkeiten als ein Gast-Konto unter Android…

Kids Place Mit Kindersicherung und -sperre
Kids Place Mit Kindersicherung und -sperre

 

Es gibt natürlich noch weitere Apps, welche diese Aufgaben übernehmen (wollen) – allerdings habe ich noch keine ebenbürtige App gefunden. Selbst die häufig empfohlene KIDOZ App scheint mir sehr bedenklich, so dass ich sie euch nicht empfehlen kann. Falls ihr noch eine gute App hierfür kennt, schreibt es in die Kommentare!

Bild: Samsung